Höhe über N.N.: 218-526 m
Einwohner: 14 000
Fläche: 5464 ha
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Restaurant "Zum Schwarzen Roß"

Die Stadt Bad Camberg, zweitgrößte Stadt des Kreises Limburg-Weilburg, liegt mit ihren sechs Stadtteilen (Kernstadt, Würges, Erbach, Oberselters, Schwickershausen und Dombach) im Taunus. Verkehrsmäßig gut erschlossen (Autobahnanschluß, B 8, Bahnlinie Frankfurt-Limburg), ist Bad Camberg Standort gewerblicher Ansiedlungen. Im Osten reichen die Ausläufer des Naturparks Hochtaunus fast bis an die einzelnen Stadtteile heran. Malerische Winkel um den Marktplatz, Fachwerkhäuser und -giebel, teils reich geschnitzt und erkergeschmückt, zieren das Stadtbild. Reste der mittelalterischen Stadtbefestigung, z.B. der Untertorturm (der „Schiefe Turm Bad Cambergs") der Obertorturm sowie Reste von 11 Rundtürmen, alte Gehöfte, darunter der Amtshof mit Herrenhaus, die Hohenfeldsche Kapelle und die Kirche aus dem 18. Jahrhundert, sind besonders sehenswert.

Bad Camberg besitzt zwei Kurkliniken:

Medical Park Bad Camberg, Fachklinik für Neurologie
MEDIAN Hohenfeld-Kliniken

Geschichte:

5000 bis 3000 v. Chr. ist die erste bekannte Siedlungszeit. Links und rechts der von Bad Camberg zur „Tenne" führenden Landstraße L 3031 liegen mehrere größere Hügelgräberfelder, die der jüngeren Hallstattzeit (einige hundert Jahre v. Chr.) zugeordnet werden. Im Jahre 1000 wird der Königshof „Cagenberg" dem Kloster Burtscheid von Kaiser Otto III geschenkt. Aus dem Namen „Cagenberg" wird 1197 „Kamberc". 1281 erhält Camberg das Stadtrecht, das 1300, 1336 und 1365 erneuert wird. 1365 beginnt der Bau der Befestigungsanlagen. Im 30jährigen Krieg wurde Camberg durch plündernde Truppen in Mitleidenschaft gezogen. 1630 und 1659 gab es Hexenprozesse. 1803 kommt Camberg, nachdem es oft unter Drei- oder Zweiherrschaft der nassauischen Linien gestanden hat, zum Herzogtum Nassau und 1866 zu Preußen. 1927 wird der Kneipp-Kurbetrieb eröffnet, 1937 wird Camberg anerkannter Kneipp-Kurort, 1977 Kneipp-Heilbad und 1981 wird Camberg zu Bad Camberg.

Besonderheiten

Der Amthof

Diese ausgedehnte Bauanlage, die in den letzten Jahren gründlich restauriert wurde, bestand ursprünglich aus drei Höfen, dem Riedeselschen Hof, dem Nassauer Hof und dem Heidenschen Hof. Der älteste Teil, in dem heute die Amthofgalerie untergebracht ist, wurde 1605 erbaut. Der Torübergang verbindet dieses Gebäude mit dem Hauptgebäude, und ein Brüstungsbrett an einem Erker weist das Baujahr mit 1669 aus. Mit einer Frontlänge von 140 Metern zählt dieser Fachwerksbau zu dem größten im Wiesbadener Raum. Die Grundmauern dieses Fachwerkensembles sind allerdings wesentlich älter als die angegebenen Baudaten. Ursprünglich war dieses Gebäude Sitz der zuerst nassauischen, später kurtrierischen Amtmänner. Im Innenhof des Amthofes findet man den 1980 wieder aufgerichteten ältesten Brunnen der Stadt.

Der Obertorturm

Am östlichen Ende des Amthofes führt eine Straßenüberbrückung zur um 1670 erbauten Hohenfeldschen Kapelle, in der das Stadt- und Turmmuseeum untergebracht ist. Dahinter erhebt sich der Obertorturm. Er wurde zwischen 1365 und 1380 im Rahmen der Errichtung der Stadtbefestigungen erbaut. Der Obertorturm gehört heute zum Museum. 101 Stufen führen hinauf bis in die ehemalige Türmerwohnung, von der man herrlichen Rundblick hat.

Die Kreuzkapelle

Auf der Höhe im Osten der Stadt steht die Kreuzkapelle, ein markanter Punkt im Goldenen Grund. Sie ist von der Autobahn schon von weitem zu sehen und gilt als ein Wahrzeichen der Stadt. Die Kreuzkapelle wurde 1682 in kleiner, achteckiger Form auf der Grundfläche des Chores errichtet und um 1725 zu dem heutigen kreuzförmigen Bauwerk erweitert. Sie geht auf eine Stiftung der Familie des Freiherren von Hohenfeld und mehrerer mit ihr verwandten Familien zurück. Auf dem Weg von der Kreuzkapelle zur Stadt befinden sich die um 1700 errichteten „Sieben Füßfälle", eine ältere Form der seit dem 16. Jahrhundert aufkommenden, vom 17. Jahrhundert an aber zumeist mit 14 Stationen versehenen Kreuzwegen.